Klettertrips
Erste Rotpunktbegehung der Arctandria - 8b | Erste Rotpunktbegehung der Arctandria - 8b |
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| Freitag, 3. August 2007 | ||||||||||||||||
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Intro … So ein wilder Kreuzzug auf eine Granitleiste in einer der anspruchsvollsten Mehrseillängen Risskletterroute Europas – das gibt es doch nicht … Solche Gedankengänge hatte ich, als mir Markus Fotos von Didier Berthod und Giovanni Quirici aus der „Arctandria“ (8b) am Blamannen zeigte. Es dauerte nicht lange und ich spürte, wie sich die Bilder in mein Gedächtnis einprägen …
Zur Route …
Erlebnisbericht …
Mit etwa 80 kg Gepäck machen wir uns auf den Weg hinauf in unser Camp. Schön an einem See gelegen, wird dieses unbeschreiblich naturbelassene Plätzchen unser Zuhause für die nächsten 10 Tage werden. Doch beiden wissen wir, dass es nicht einfach wird, der Arctandria die erste Rotpunktbegehung an einem Tag ab zu luchsen.
Die ethische Vorstellung unserer Begehung ist sehr streng. Nachdem wir in der Route einige Zeit verbringen wollen um die unteren schwierigen Seillängen auszuchecken, möchten wir im Team das ganze Teil an einem Tag klettern. Dazu kommt noch, dass wir keine Zwischensicherungen vorlegen wollen, keine Jümars verwenden und somit beide von uns alles rotpunkt schaffen sollen. Keine einfache Angelegenheit und besonders die nervliche Belastung wird wohl ziemlich hoch sein – für beide von uns muss der Tag x der Richtige sein … Chronologie: 1981: Sjur und Havard Nesheim und Finn Daeli klettern eine Linie im zentralsten und zugleich steilsten Teil des Blamannen. Sie taufen ihre 10 Seillängen lange Route „Arctandria“ und markieren eine neue Dimension im skandinavischen Alpinismus. Viele Jahre gilt die Route als das härteste Technoabenteuer von Norwegen. Bis 2004: Zahlreiche Versuche, vor allem heimischer Kletterer, die Route zu befreien. 2005: Der Granitmonolit rückt ins internationale Licht der Kletterwelt, als ein Schweizer Team unter der Führung von Didier Berthod und Giovanni Qurici alle Seillängen der „Arctandria“ rotpunkt klettert. In der Schwierigkeitsskala stoßen sie damit bis zum 10. Grad vor. Den Rotpunktdurchstieg innerhalb von einem Tag schaffen sie aber nicht. 2007: Am 15. Juli gelingt Markus Haid und Hansjörg Auer die erste Rotpunktbegehung an einem Tag. Der angewendete Stil ist wohl zukunftsweisend. Sie benutzen weder Jümar noch bereits vorher platziertes Sicherungsmaterial und vollenden ihre Rotpunktbegehung in neun Stunden. Die Seillängen werden von beiden frei geklettert. Die Route wird von Markus und Hansjörg mit 8b bewertet.
Bilder: (c) Marten Blixt » Kommentar schreiben
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