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Südfrankreich gehört schon seit jeher zu den bevorzugten
Kletterdestinationen. Auch im Hochsommer bietet die Provence und die Cote
d'Azur abwechslungsreiches und vielseitiges Kletterambiente. So besuchten wir
auch diesen Sommer wieder einige Klettergebiete im Süden Frankreichs.
Zuvor machten wir aber noch Halt beim Vorstiegsweltcup in
Chamonix. Der Wettkampf ist wie jedes Jahr eine tolle Veranstaltung, die meist
weit mehr als 10.000 Besucher, die Athleten anfeuern, anlockt. Leider v erlief
der Wettkampf für das österreichische Nationalteam nicht gerade nach Wunsch und
so schaffte von der erfolgsverwöhnten Truppe keiner den Einzug ins Finale.
Unsere Babsy wurde als 10. beste
Österreicherin.
Am Tag nach dem Weltcup entschieden wir uns nach langem hin
und her (eigentlich wollten wir ja ins little yosemite klettern gehen, befanden
aber dann doch, dass unsere Ausrüstung den hochalpinen Anforderungen nicht
entspricht), einen gemütlichen Tag auf der Südwand der Aiguilles du Midi zu
verbringen. Babsy, Kili, Fuzzi und ich (Heiko) entschieden uns hintereinander
zunächst die Route Ma Dalton zu klettern. Leider war diese jedoch bereits nach
der zweiten Seillänge nass und somit querten wir in die Rebuffa hinein.
Wir kletterten die ca. 180 Meter gemütlich nach oben und
ließen uns von nichts beirren. Dabei hatten wir total auf die Zeit vergessen
und somit mussten wir uns ganz schön spuren, um überhaupt noch die letzte
Gondel zu erreichen. Ziemlich peinlich war es uns, dass die gesamte Aiguilles
Crew nahezu eine halbe Stunde auf uns wartete, damit wir nicht oben übernachten
mussten. Nochmals gut gegangen!!!
Weiter nach Ceuse ...
Ceuse, oberhalb von Gap ist wohl das bekannteste
Klettergebiet in Südfrankreich. Dementsprechend war auch die Frequenz im
Klettergarten hoch. Wir schlagen unser Lager am Camping les Guerins für die
nächsten vier Tage auf. Der Camping strahlt zwar nicht vor Luxus, dennoch lässt
es sich hier sehr gemütlich verweilen.
Wie der Brie zum Baguette, gehört auch der einstündige
Aufstieg zum Kletterfelsen in Ceuse einfach dazu. Wir halten uns hauptsächlich
in den Sektoren Biographie, Demi Lune und Bibendum auf.
Und so einige schöne Klassiker werden auch geklettert ....
Le Cadre (8c -
Kili)
Croissoniere de
Lila - 8a+ (Kili, Babsy, Fuzzy)
L'amie de toutes
le Monde - 8b (Luki)
Die kletterfreien Tage verbringen wir meistens in Gap beim
Einkauf oder schlendern gemütlich durch die Gassen.
Wettkampf für die Einen, Me(h)er für die Anderen ...
Während die Anderen nach Serre Chevallier zum Masters
fahren, bewegen wir, Babsy, Luki und ich uns weiter in Richtung Süden. Unsere
nächste Destination: Gorges du Loup.
Gorges du Loup ist vor allem durch vielen schweren Routen
wie Kinematrix 9a bekannt geworden. Dadurch, dass die Schlucht viel Schatten
spendet, ist das Klettern auch im Sommer hier recht angenehm. Und da der Weg
zum Meer nicht gerade weit ist (ca. 30 km), lässt sich ein Badeurlaub mit
schwerer Kletterei ideal kombinieren.
Am ersten Tag vergnügen wir uns im Sektor Pupuce Surplomb,
wo Babsy Deverse Satanique 8a+ im zweiten Versuch klettert, hingegen Lukas beim
Einhängen des Umlenkers heraus fällt.
Den nächsten Klettertag verbringen wir im Sektor Cayenne,
der uns persönlich am besten gefällt. Babsy und Luki klettern Welcome to the
Jungle - 8a im zweiten bzw. dritten Versuch.
Am Rasttag statten wir zunächst dem kleinen urigen Städtchen
Saint Paul de Vence einen Besuch ab, bevor wir Erfrischung an den Stränden von
Cannes suchen.
Gut erholt vom Rasttag punkten wir alle Hong Kong Fu Fu,
eine ca. 30 Meter lange 8b im dritten Versuch.
Am letzten Klettertag, bevor es wieder nach Hause geht,
suchen wir uns noch ein anderes Klettergebiet, welches ganz in der Nähe ist,
aus. Das Topo von Greouliere (etwa 20 Kilometer von Gorges du Loup entfernt), macht
uns einen sehr guten Eindruck. Leider ist die Enttäuschung dann umso größer,
als wir im Klettergarten ankamen. Zum einen ist die Auswahl an guten Routen
sehr mager und zum anderen war der Fels alles andere als „sauber". Wohl schon lange
niemand mehr hier gewesen ...
... und dann geht's auch schon wieder nach Hause in unser
geliebtes Ötztal
Webtipps:
www.barbara-bacher.at
www.kilian-fischhuber.at
www.david-lama.at
www.jorgverhoeven.com
www.katharina-saurwein.com
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